Von wegen Sommerferien: So viele weitreichende Datenschutz-Gerichtsurteile wie lange nicht!
Wie prophezeite Amazon-Gründer Jeff Bezos neulich? Auch Amazon wird einmal pleite gehen. Bezos meint, dass es in der Natur von Unternehmen liege, dass sie selten 100 Jahre plus existierten, sondern eher „30 plus“. Die Lebensphasen eines Unternehmens unterteilt er in „Day One“ im Sinne von „Nutze den Tag“ und „Day Two“ im Sinne von Stagnation, gefolgt von Irrelevanz und schließlich einem „quälend schmerzvollem Niedergang“.
TikTok: Zweifelhafte App oder leider nur aus dem falschen Land?
Schon länger geht es beim Thema Datenschutz um TikTok, die erste weltweit erfolgreiche Social-Media-Plattform aus China. Schätzungsweise 1 Milliarde monatlich aktive Nutzer kreieren, konsumieren und teilen dort maximal 15 Sekunden lange, mit Musik und Spezialeffekten untermalte Videoclips. Vom Prinzip her nicht besonders kompliziert, aber gerade diese Einfachheit macht die App so populär: Obwohl sie erst 2016 auf den Markt kam, ist sie unter den Top Ten der meist heruntergeladenen Apps der 2010-er Jahre. 69 % der aktiven Nutzer sind zwischen 16 und 24 Jahren alt.
Datenschutz-News im Mai: DSGVO-Bußgeldbescheide gegen Unternehmen als Ganzes? +++ Luca-App +++ Schafft Google wirklich das Cookie-Tracking ab? +++ Facebook-Leak
Diese Woche fange ich mal mit dem Problem „Wohnen in Berlin“ an. Da denken Sie vielleicht zuerst an den gescheiterten Berliner Mietendeckel und die jetzt umso mehr angeheizte Enteignen-Initiative. Aber wir sind ja ein Datenschutz-Blog. Die interessante Nachricht war in dem Sinne der Bußgeldbescheid über 14,5 Millionen Euro gegen die „Deutsche Wohnen“, den die Behörde der Datenschutzbeauftragten Maja Smoltczyk gegen Berlins größten privaten Vermieter im Herbst 2019 erlassen hat. Es handelt(e) sich um das bis dato höchste DSGVO-Bußgeld in Deutschland.
Was lange währt, wird endlich gut: Deutschland hat seine Corona-App
Endlich haben auch wir in Deutschland eine Corona-App. Rechtzeitig zu Beginn der Grenzöffnungen innerhalb der EU ist sie nun seit gut zwei Wochen freigeschaltet – und wurde schon über 12 Millionen Mal heruntergeladen. Wie sinnvoll es ist, dass bei offenen Grenzen nun doch wieder jedes Land, selbst innerhalb der EU, einen eigenen Weg bei der Kontaktnachverfolgung geht, steht auf einem anderen Blatt. Allerdings arbeitet die EU schon an einer europäischen Lösung. Die in Deutschland gewählte App-Variante von Telekom und SAP erachte ich jedenfalls als eine gute Lösung für den Datenschutz, die hoffentlich viele Akzeptanz-Probleme ausräumt. Der Bundesdatenschutzbeauftragte (BfDI) übernimmt von Anfang an die Aufsicht und achtet auf die Einhaltung der DSGVO.
Datenschutz in der Personalabteilung: Auch hier ist Datensparsamkeit angesagt
Auch wenn das neue Jahr beginnt, wie das alte endete – mit einem „Lockdown“: Immerhin haben wir nun endlich den Impfstoff gegen das Coronavirus und können so langsam Licht am Ende des Tunnels sehen. Vielleicht nutzen Sie den Start ins neue Jahr für Neueinstellungen – oder ziehen diese in Betracht, wenn es bald hoffentlich wieder einigermaßen normal zugeht. Heute will ich mich zunächst dem Thema Datenschutz in der Personalabteilung widmen – ein interessantes Dauerthema.