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Kategorie: Datenschutz

Datenschutz-News im April: Elektronischer Krankenschein +++ politisches Microtargeting +++ Einfache Melderegisterauskunft +++ transparenter Adresshandel +++ Regierung bleibt bei Facebook

Bei den Krankenzahlen der letzten Wochen hat Sie oder jemanden in Ihrem Umfeld bestimmt auch schon eine Erkältung oder Schlimmeres erwischt. Im Umgang damit auf der Arbeit lauern so einige ungeahnte Fallstricke. Neu seit diesem Jahr ist, dass Arztpraxen jetzt in der Regel keine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen mehr ausdrucken und dem Patienten mitgeben, sondern die Arbeitsunfähigkeit direkt elektronisch an die Krankenkasse melden. Arbeitnehmer müssen aber auch weiterhin vor Arbeitsbeginn Bescheid geben, dass Sie krank sind (aber nicht via WhatsApp!).

Marvin StrohmeierMai 9, 2023

Wie passt die DSGVO in ChatGPT?

Hochmut kommt vor dem Fall (hallo Clubhouse!): Nach der anfänglichen Euphorie um ChatGPT muss sich die Entwicklerfirma OpenAI nun mit der DSGVO auseinandersetzen: Kaum auf dem Markt, kam zumindest in Italien am 31. März das vorläufige Aus des KI-Chatbots – die italienische Datenschutzbehörde hatte verfügt, dass ChatGPT nicht mehr die Daten italienischer Nutzer verarbeiten dürfe, und es damit als erstes Land weltweit de facto gesperrt. Da dies auf Basis der DSGVO geschah, horchte die ganze EU auf. Die Regulierung wird aber dadurch erschwert, dass der Betreiber keine Niederlassung in der EU hat. Deswegen darf und muss jedes Land die Einhaltung der DSGVO selbst überwachen.

Marvin StrohmeierMai 9, 2023

Supermarkt-Apps: Ein bisschen sparen gegen Bezahlung mit Daten?

Vor allem in Zeiten ständig steigender Preise suchen viele Menschen nach Wegen, Geld zu sparen. Inzwischen hat jeder Supermarkt eine hauseigene App, in der man Einkaufszettel anlegen, die aktuellen Angebote der Woche einsehen und auch Coupons für zusätzliche Rabatte (oder Punkte) exklusiv für App-Nutzer aktivieren kann. Manche Apps haben auch Rezeptvorschläge und berechnen, welche Menge von welcher Zutat man dafür kaufen – oder bestellen – sollte.

Marvin StrohmeierFebruar 6, 2023

Datenschutz-News im Februar: Venen-Scanner im österreichischen Parlament +++ Cookie-Banner auf dem Prüfstand +++ Personalisierte Werbung adé?

Zum Jahresende blickt man zurück, am Jahresanfang blickt man voraus: Netzpolitik.org hat den Überblick, was 2023 in Deutschland und auf EU-Ebene netzpolitisch wichtig wird. Darunter unter anderem der AI Act zu Künstlicher Intelligenz – diesem werde ich mich im nächsten Blogartikel ausführlicher widmen. Diesmal gibt es wieder einige Kurzmeldungen.

Marvin StrohmeierFebruar 6, 2023

Datenschutz-News im Dezember: Falschparker zu fotografieren ist datenschutzrechtlich zulässig – aber erstmal nur in Bayern

Eine klassische Situation, wo „der Datenschutz“ nur Kopfschütteln auslöst: In Bayern haben zwei Männer falsch geparkte Autos fotografiert und Anzeige gegen die Halter bei der Polizei erstattet – aber daraufhin selbst eine Verwarnung inkl. 100 Euro Bußgeldforderung vom bayrischen Landesamt für Datenschutzaufsicht bekommen. Sie hätten nämlich personenbezogene Daten rechtswidrig verarbeitet, da auf den Fotos auch gewisse Zusatzinformationen enthalten sein könnten (!), z.B. andere Verkehrsteilnehmer, Lackschäden, Sticker am Auto. (Die Strafe fürs Falschparken beträgt übrigens selten mehr als 55 Euro!)

Marvin StrohmeierDezember 1, 2022

US-Cloud-Dienste bleiben weiter erlaubt – die Vorratsdaten- speicherung hingegen nicht!

Glück gehabt – das gilt sowohl für Google, Amazon & Co. als auch für deutsche Behörden: Das Oberlandesgericht Karlsruhe hat die Datenschutzbedenken der Vergabekammer Baden-Württemberg verworfen und gestattet Behörden, bei öffentlichen Aufträgen weiterhin auf Tochtergesellschaften von US-amerikanischen Cloud-Anbietern zurückgreifen. Die Vergabekammer war zuvor der Auffassung, wegen des „latenten Risikos“, dass US-Behörden auf die Daten zugreifen könnten, seien diese bei der Vergabe von vornherein auszuschließen. Dem OLG zufolge reicht es aus, dass die Cloud-Anbieter zusichern, die Daten in Deutschland zu verarbeiten. Darauf kann man sich dann als Kunde auch verlassen. Erst wenn ernste Zweifel bestünden, müsse man ergänzende Informationen einholen und die Erfüllbarkeit des Leistungsversprechens prüfen, so die Richter.

Marvin StrohmeierNovember 9, 2022

Datenschutz-Klagen gegen Bahn, Krankenkassen und Universitäten – und positive Urteile für Schmerzensgeld bei immateriellen Schäden

Die Deutsche Bahn hat offenbar nicht nur Probleme auf der Schiene, sondern auch beim Datenschutz: Der Verein Digitalcourage e.V. hat kürzlich Klage eingereicht, weil (u.a.) auch bei Auswahl der Cookie-Banner-Option „Nur erforderliche Cookies“ immer noch Daten an zehn Partner-Unternehmen wie z.B. Adobe in den USA weitergeleitet werden. Im Detail hat sich Mike Kuketz im April mit der App DB Navigator befasst. Im Juni kam auch die Stiftung Warentest zu dem Ergebnis, dass die App mehr Daten als nötig übermittelt.

Marvin StrohmeierNovember 9, 2022

Tracking: Notwendiges Übel oder übler Datenschutzverstoß?

Zahlreiche Datenschutzbeauftragte der Länder und des Bundes haben vor einigen Tagen Unternehmen und auch öffentliche Stellen aufgefordert, „Google Analytics“ und andere „Tracking“-Angebote nicht ohne Einwilligung einzusetzen. So heißt es: „Wenn Anbieter von in Websites eingebundenen Dritt-Diensten die dort erhobenen Daten auch für eigene Zwecke nutzen, muss hierfür vom Websitebetreiber eine explizite Einwilligung der Nutzerinnen und Nutzer eingeholt werden.“ Dies funktioniere nicht mit einfachen Informationen über sogenannte Cookie-Banner oder voraktivierte Kästchen bei Einwilligungserklärungen. Dazu empfehlen die Datenschutzbeauftragten ihre im Frühjahr 2019 aktualisierte „Orientierungshilfe für Anbieter von Telemedien“.

Marvin StrohmeierSeptember 29, 2022

Social-Media-Kommunikation in und mit Behörden

  Nach und nach gewöhnt man sich an die neue Normalität mit Abstands- und Hygieneregeln. Damit endet nun spätestens jetzt die Zeit, in der beim Datenschutz aufgrund der außergewöhnlichen CoViD-19-Pandemie alle Augen zugedrückt werden konnten. Auch die Aufsichtsbehörden arbeiten inzwischen wieder normal. Die DSGVO gilt nach wie vor und hat gerade ihren zweiten Geburtstag gefeiert. Auch wenn kürzlich von diversen Verbänden Lockerungen beim Datenschutz während der Corona-Pandemie gefordert wurden, sieht es danach derzeit noch nicht aus.

Marvin StrohmeierSeptember 29, 2022

Update: Corona und der Datenschutz – und was in der Pandemie untergegangen ist

Weiterhin dominiert das Corona-Virus unseren Alltag und wirft zahlreiche, auch datenschutzrechtliche Fragen auf – z.B. wie viele Daten bei Anträgen auf Soforthilfe auch durch private Unternehmen erfasst werden, um Phishing zu verhindern oder ob Gesundheitsämter die Daten von Corona-Infizierten an die Polizei weitergeben dürfen.

Marvin StrohmeierSeptember 29, 2022

Datenschutz vs. CoViD-19 und warum wir auch in Zukunft “Zoom” einsetzen

Derzeit bestimmt das Corona-Virus SARS-CoV-2 und die daraus resultierende Lungenkrankheit CoViD-19 unseren Alltag in nie gekanntem Ausmaß. Auch im Bereich Datenschutz wirft diese Krise allerlei Fragen auf. Diese lassen sich grob kategorisieren in zwei Bereiche: Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie und Maßnahmen zum Datenschutz im Home-Office.

Marvin StrohmeierSeptember 29, 2022

Mitarbeiterkontrollen: was ist erlaubt?

  Natürlich haben Arbeitgeber ein Interesse an ehrlichen Mitarbeitern. „Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser“, weiß der Volksmund. Wie weit darf man dabei als Arbeitgeber gehen? Schließlich stellt jede Kontrolle einen Eingriff ins Persönlichkeitsrecht des Mitarbeiters nach dem Bundesdatenschutzgesetz dar.

Marvin StrohmeierSeptember 29, 2022
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